Sicherer Durchblick

Ein nicht gerader kleiner Teil der Menschen hat eine Brille nötig, um richtig zu sehen. Für einige Feuerwehrtätigkeiten, wie z.B. der techn. Hilfeleistung, ist ein Augenschutz zusätzlich zum Helmvisier nötig. Brillenträger benötigen entweder eine s. g. Überbrille, die einfach zusätzlich zur normalen Brille übergezogen wird, oder sie wechseln Ihre gegen eine Schutzbrille mit Korrektionsgläsern. Ist die Sehstärke nicht zu stark ausgeglichen, könnte man für den Einsatz evtl. auch eine einfache Schutzbrille nutzen.

Ich hatte bis vor Kurzem eine Überbrille. Störend hier ist im Feuerwehreinsatz allerdings die Trageweise. Zieht man das Gummiband direkt über den Kopf, muß dazu erstmal der Helm runter. Und falls man die Brille absetzen möchte, ist auch hier erst der Helm vom Kopf zu nehmen. Alles etwas lästig. Die zweite Möglichkeit ist, das Gummi der Brille über den Helm zu ziehen. In der „Parkposition“ bleibt die Brille am Helm. Das ist sogar besser als bei der ersten Version. Leider passte bei mir die Brille aber nicht mehr richtig, weil das Gummiband von der Helmschale sehr weit nach außen gelangt und die Brille an dern Seiten nicht mehr dicht ist.

Durch Zufall entdeckte ich eine einfache Brille, die eigentlich aus dem Sportbereich kommt, aber auch als Schutzbrille z.B. beim Militär Verwendung findet. Hier gibt es für kleines Geld einen austauschbaren Einsatz, der wie eine stabile Folie die Korrekttionsgläser innen hinter dem Brillenglas platziert.

Die Brille gibt es in unterschiedlichen Tönungen und ein Wechsel  ist fix gemacht. So habe ich z.B. auch eine Sonnenbrille fürs Radfahren gekauft.
Bei der letzten Übung erfolgte dann der Praxistest. Ich ließ meine normale Brille gleich in der Schatulle und zog die Schutzbrille auf. Einen Schönheitspreis gewinnt man damit nicht, denn die innenliegenden Korrektionsgläser sieht man bei der klaren Schutzbrille außen sehr deutlich. Meine Kameraden kommentierten den Anblick entsprechend 🙂 Dafür fühlte ich mich umso wohler. Die Brille sitzt recht dicht auf der Nase und stört überhaupt nicht. Während der Übung (Umgang mit hydraulischem Rettungsgerät) beschlug mein Helmvisier kurzzeitig leicht, die Brille war stets beschlagfrei.
Fazit: Wer Brillenträger ist und eine Schutzbrille im Feuerwehrdienst braucht, sollte sich anstelle einer Überbrille eher zu einer Schutzbrille mit Korrektionsgläsern greifen. Es muß nicht da von mir vorgestellte Modell sein, es gibt eine ganze Reihe Brillen, die vom Optiker mit Gläsern der richtigen Sehstärke gefertigt werden können.
Leider erfüllt das von mir hier vorgestellte Modell nicht die entsprechende Norm für Arbeitsschutzbrillen EN 166, sondern „nur“ die Norm für Augenschutz EN1836.  Der gleiche Hersteller bietet aber, wie ich herausfinden konnte, auch zwei Schutzbrillenmodelle an, die nach EN 166 geprüft sind. Auch diese beiden Brillen sind mit einem nachrüstbaren Halter für Korrektionsgläser zu bekommen.

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