Rettmobil 2017

(uw) Die Leitmesse für Rettung und Mobilität, so wie die RETTmobil heißt, war auch in diesem Jahr eine der erfolgreichsten Veranstaltungen der Branche. Hier kurz die Zahlen:
– 28.512 Besucher (Mi. 9.510, Do. 11.182 und Fr. 7.820)
– 512 Aussteller
– 9 Fortbildungsveranstaltungen
– 8 Workshops
– 8 Vorträge und eine Podiumsdiskussion im Messe-Forum
An allen drei Tagen gab es zusätzlich noch insgesamt 6 Praxisworkshops Techn. Hilfeleistung, durchgeführt von der Feuerwehr Fulda und Lukas Hydraulik GmbH.

Neben dem Messebesuch war für mich wieder Netzwerken angesagt. Ich habe viele Leute treffen können, die ich bislang nur aus der virtuellen Welt kannte und die Messe war auch wieder ein kleines „Familientreffen“ unter Gleichgesinnten.

Da ich zwei Messetage eingeplant hatte, konnte ich mir einen Fachvortrag von Dr. Rolf Erbe, Berliner Feuerwehr und Jörg Heck zum Thema Einsatzbeispiele und -Erfahrungen im Umgang mit Fahrzeugen mit alternativen Antrieben und Feuerwehreinsatz bei Fahrzeugen mit Elektroantrieb anhören.

Erstmals hatte ich die Gelegenheit für meinen Fachvortrag zum „Einsatz bei Photovoltaikanlagen“ Werbung zu machen. Am gemeinsamen Messestand von drehleiter.info, Heavy-Rescue-Germany, Feuercon und meinem Seminarpartner fire-circle durfte ich meine neuen Infoflyer auslegen.

Durch den zunehmenden Straßenverkehr und ingnorante Kraftfahrer die weder richtig parken, noch eine Rettungsgasse vernünftig bilden können, werden Fahrtrainings unerlässlich. In Fulda konnte man Simulatoren für Einsatzfahrer kostenlos testen.

Um die Mittagszeit: Lange schlangen an den zahlreichen Verpflegungsständen
Gefühlt konnte ich in diesem Jahr weniger Neuheiten entdecken. Dafür waren aber ein paar echte Highlights dabei. Die Firma Günzburger Steigtechnik präsentierte den eRC, ein elektrisch angetriebener Rollcontainer. Dieses universelle Transportgerät gibt es entweder mit einer lenkbaren Deichsel oder mit einer drahtlosen Fernbedienung. 1000 kg Tragfähigkeit und eine Ladefläche von 1,3 m x 0,85 m hat das Gerät. Eine Person reicht aus, um IBC-Behälter, Gitterboxen, Tragkraftspritzen oder ähnlich zu transportieren.

Drahtlose Fernbedienung

Eigens für den eRC wurde der so genannte E-Kanister entwickelt. In dem praktischen und stabilen Gehäuse verbirgt sich ein leistungsstarker Li-Ion-Akku. Die elektrische Verbindung wird einfach durch Einsetzen in den Schacht hergestellt. Für Redundanz hat der eRC einen zweiten Schacht, der lediglich als Halterung dient. So hat man einen E-Kanister als Ersatz dabei. Die Ladung reicht für ca. 2h Betrieb oder 2,5 km Wegstrecke, abhängig von der Belastung.

Bei den BOS immer beleibter: Multikopter:

Erstmals auf der RETTmobil: Elektrisch angetriebene Rettungsfahrzeuge für die Wasserrettung:

Neu von Weber Rescue Systems: Einsatzstellenscheinwerfer, betrieben mit Akku.
Die Akkus sind kompatibel mit denen der hydraulischen Rettungsgeräte von Weber.

Nicht ganz neu, aber innovativ sind die Aufbauten für diverse Pic-Ups

Eine auffällige Fahrzeugbeklebung lockt Besucher und Interessenten

auch hier eine recht eigenwillige Optik:

Natürlich gab es unzählige Stände, um sich mit kleinen und größeren Nützlichkeiten einzudecken:

Besucherhund Duke schaut etwas skeptisch. Er wusste nicht so ganz, was der Mensch mit der Kamera von ihm wollte und das Auslösergeräusch war ihm erst gar nicht geheuer 🙂

Und wenn es eine „Retterhochzeit“ werden soll, müssen selbstverständlich auch die Ringe in einem Notfallrucksack überreicht werden! Hach, wie schön 🙂 Fa. Pax

Und nicht vergessen:

Die nächste RETTmobil ist am 16. – 18. Mai 2018

Alle Fotos bei flickr

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